Content in Coronazeiten

Social Media Content Marketing
G

ute Nachrichten, positive Inhalte, Ablenkung: Einer Studie der Agentur Havas Media zufolge wünschen sich zwölf Prozent der Deutschen Werbung, die einen Gegenpol zur Corona-Krise setzt. Das Hamburger Marktforschungsinstitut EarsandEyes hat wiederum herausgefunden, dass sich viele eine aktive Ansprache des Themas Corona wünschen – auch in der kommerziellen Kommunikation. Wie also sollte Content in Coronazeiten aussehen? Welche Marketingmaßnahmen sind kostengünstig? Und warum ist es keine gute Idee, aktuell aufs Marketing zu verzichten?

Corona thematisieren

Der Clip „Auf euch ist Verlass“ der Supermarktkette Rewe zählte im April zu den bestplatziertesten Werbespots auf YouTube. Penny thematisiert Social Distancing, die Marketing-Verantwortlichen von „hohesC“ plakatierten in ganz Deutschland: #Stayathome. Wer jetzt denkt, Corona zu thematisieren, sei ein Erfolgsrezept, liegt falsch. Der Grat ist schmal zwischen gefühlvoller Werbemaßnahme und peinlicher Eigenwerbung.

Gesicht zu zeigen, kommt bei den Verbrauchern gut an: Laut einer Studie der ZMG Zeitungsmarktforschung befürworten 56 Prozent der Bürger Werbung, die Corona thematisiert. Werbemaßnahmen sollten dann jedoch umso sensibler ausfallen und das Thema nicht überstrapazieren.

Emotionen wecken

Egal, ob traurig, lustig oder überraschend: Authentische, emotionale Werbeinhalte bleiben im Gedächtnis. Kunden erinnern sich eher an Produkte, wenn diese emotional beworben werden – auch in Coronazeiten. Mit Empathie wird Aufmerksamkeit erzielt, dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Produkt gekauft wird. In der aktuellen Situation gewinnen besonders positiv besetzte Werbemaßnahmen an Relevanz.

Werbemaßnahmen kalkulieren

Es muss nicht immer der teure Fernsehspot sein. Aktuell sind viele Menschen häufig zu Hause und verbringen ihre Zeit mit Instagram, Facebook und E-Mails. Eine Chance für Konzerne, die Kosten senken  müssen: Social-Media-Posts und Newsletter erreichen viele Zielgruppen und sind vergleichsweise kostengünstig, da sie bei richtiger Strategie weniger Streuverluste produzieren.

Fazit: Bleiben Sie im Gespräch!

Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen und das Vertrauen in die Marke zu stärken. Dass das langfristig gewinnbringend sein kann, ergab eine Studie der Agenturgruppe Serviceplan: Marken, die in kritischen Zeiten ihre Ausgaben fürs Marketing erhöhten, konnten anschließend einen höheren Marktanteil verzeichnen. Konkret heißt das:

Firmen, die ihre Marketingausgaben während einer Rezession erhöhten oder beibehielten, verkauften sage und schreibe 256 Prozent mehr als Konkurrenten, die ihr Budget kürzten.

Es lohnt sich also, auch in Coronazeiten weiter in Werbemaßnahmen zu investieren, die intelligent, emotional und authentisch mit dem Thema umgehen. So bleiben Unternehmen den Verbrauchern im Gedächtnis und profitieren auch nach der Krise von einem höheren Bekanntheitsgrad.